Donnerstage,   06. + 13.03.2014

 

Das waren aufregende, stressige und (für Irma und Tania) auch schmerzhafte 1,5 Wochen. Meine beiden Monte-Mädchen mußten zum Tierarzt nach Berlin.

Unsere Berliner TA Frau Müller hatte bei ihrem Hausbesuch im Februar festgestellt, daß die Zähne unserer beiden "Großen" dringend einer Behandlung bedürften. Und da die Mädchen dafür sowieso in Narkose gelegt werden mußten, kam noch eine ganze Reihe an Untersuchungen hinzu.

Irma:

Mein kleines Rehlein verlor im Schlaf insgesamt 7 Zähne. Da unmittelbar nach ihrer Ankunft im Spätsommer bereits einige Beißerchen dran glauben mußten, ist Irmel nun

DAS zahnlose Rübennäschen. {#emotions_dlg.teeth}

Jetzt gibt's immer Breichen zum futtern und das wird ihr aus der Hand gereicht. Damit hat das Irmel eine Sonderstellung im Rudel und das gefällt ihr ausnehmend gut.

Während der Narkose wurden noch so unangenehme Dinge wie Krallenschneiden, Ohrenpflege, Analdrüse bearbeiten und Blutabnahme vollzogen. Der große Blutcheck ergab, daß Irma's Allgemeinzustand für einen Hund ihres Alters und ihrer Geschichte sehr zufriedenstellend ist. Das Herzchen hat ein wenig gelitten (wohl auch besonders unter den schlechten Zähnen), aber dafür gibt's jetzt jeden Tag Leberwurst (mit Tablette).

Das angefertigte Röntgenbild war komplett unauffällig.

 

Fazit:

Meine kleine braune Schmusebacke Irma ist topfit und wird ihr Leben nun so richtig aus vollen Zügen genießen. 

Tania:

MEIN Fleckvieh kam eine Woche vor Irma "unters Messer". Aufgrund ihres immer stärker werdenden "Mundgeruches" (gibt es eigendlich den Begriff *Mäulchengeruch*???) hatten wir schon die schlimmsten Befürchtungen.

HA, ...  {#emotions_dlg.red_evil}

diese Befürchtungen wurden von den Tatsachen noch locker überholt. Sage und schreibe 17 (!!!) Zähne mußte unsere TA der Schnecke ziehen. Das gesamte innere Mäulchen wurde vernäht, so groß und tief waren die Wunden. Was Tania schon seid Wochen und Monaten für Schmerzen gehabt haben muß, möchte ich mir nicht mal in Ansätzen vorstellen müssen. Und doch hat die Süße nie eine Reaktion von Schmerz gezeigt - wie sehr muß dieses Gefühl schon in Normalität übergegangen sein. Tania muß in ihrem Leben schon sehr oft sehr viel Schmerzen erlitten haben.

{#emotions_dlg.tear}  Alleine bei diesem Gedanken möchte ich sie gleich wieder in die Arme schließen und knuddeln.

 

Auch Tania wurde während der Narkose Blut abgenommen - außerdem wurde eine Gewebeprobe der Geschwulst am Beinchen entnommen und das übliche Ohren-, Krallen- und Po-Prozedere wurde durchgeführt sowie die Warze am Augenlid entfernt.

Neben der Röntgenaufnahme wurde auch noch eine Sonografie gemacht. Was das Röntgenbild nicht zeigen würde, könnte der Utraschall ans Licht bringen. Ich wollte unbedingt erfahren, was Tania nun wirklich hat und wie schlimm es tatsächlich um sie steht.

Denn das Verhalten dieses Hundes läßt definitiv NICHT auf ein baldiges Ableben schließen. Unser HHWchen, der mit Tani so 3-5 Mal die Woche eine ausgedehnte Zwei-Stunden-Wanderung im Laufschritt unternimmt, mußte das erste Paar Schuhe dem Müll überlassen, da die Sohle durchgelaufen war.

Zum Glück zeigte sowohl die Sono als auch das Röntgenbild keine Veränderungen an den inneren Organen und auch keinerlei weitere Tumorbildung. Also von Metastasen keine Spur (was die Werte des großen Blutbildes einen Tag später auch bestätigte).

 

ABER:  {#emotions_dlg.tear}

die Röntgenaufnahmen zeigten auch, daß Tania unter einer Verformung der Wirbelsäule leidet. Das Rückrad ist nirgends gebrochen - es macht einfach einen Bogen nach rechts. Ein erschreckend unnatürliches Bild von einem "S" - unsere TA gefürchtet, daß Tania einen gewaltigen Tritt bekommen oder einen Autounfall gehabt haben muß. Als Folge kann Tani nicht mehr flach auf dem Rücken liegen - und tatsächlich, ich habe sie nun genauer beobachtet und die Süße liegt entweder auf dem Bauch oder HALB auf der Seite.

Tapferes kleines Tani !!!

Inzwischen haben wir auch die Analyse der Gewebeprobe des Tumors am Beinchen.

Es ist ein Mastzellentumor der Stufe I !!!

Eine ganz gute Beschreibung des Mastzellentumors, seiner verschiedenen Einstufungen sowie möglicher Therapien findet sich auf folgender HP-Seite:

www.mastzellentumor.de

 

Unsere Berliner TA Frau Müller und ich sind uns in folgendem absolut einig:

KEINE Beinamputation

sowie

KEINE Chemotherapie oder Bestrahlung

All diese "Möglichkeiten" würden Tania jede Lebensqualität rauben und sie komplett oder wenigstens größtenteils von all dem abhalten, was sie nun endlich kennen und lieben gelernt hat:

dem Leben eines Hundes mit all seinen instinktiven Möglichkeiten.

 

Was wir machen werden ist:

einen namhaften Berliner Spezialisten für Chirurgie aufsuchen und uns seinen Rat einholen. Und weil Chirurgen so gerne operieren/amputieren, begleitet unsere TA uns zu diesem Termin. Sollte es machbar sein, den Tumor lokal zu entfernen, ohne zu viel an Tani's Hundebeinchen zu zerstören, werden wir diese Möglichkeit ins Auge fassen. Ansonsten werden wir über eine medikamentöse Behandlung der Synthome nachdenken.

 

In jedem Fall werden wir Tania die verbleibende Lebenszeit - wie lang oder kurz diese denn auch seien möge - so hundegerecht und schön wie möglich machen. Zur Bewegungslosigkeit war diese Hündin den Großteil ihres Lebens verdammt - jetzt ist die Zeit der Schnüffelnase, des Lauf- und Spielspaßes und der liebevollen Kuschelstunden gekommen - bis Tani sich irgendwann zur Wanderung über die Regenbogenbrücke ins Sternenreich entschließt.

UND NICHT EINE SEKUNDE EHER!!!!

Meine Rübennasen [-cartcount]