Das Kraftpaket Peggy kam aus dem Tierheim Berlin zu uns. Mama wollte nach Akki's Tod wieder einem Hund ein schönes Zuhause geben. Da sie mit Mitte 70 keinen jungen Hund mehr mochte, sahen wir uns unter den Senioren des Tierheims in unserer Nähe um. Peggy fiel uns sofort auf - hatte sie doch die gleiche fröhliche Ausstrahlung wie unser "First-Dog" Wiggi.

 

Peggy ist ein Traum von einem Hund - sie ist liebevoll, fröhlich und verschmust.

 

Leider zeigte sich, daß sie aber auch sehr tempramentvoll hinter allem schnellen hinterher wollte - egal ob Fahrradfahrer, Jogger oder Inline-Skater. Und dabei mobilisierte sie unglaubliche Kraftreserven, die die Möglichkeiten meiner Mama, sie dann noch zu bändigen, bei weitem überstieg.

 

Normalerweise wäre dies kein Problem - normalerweise würden Martin und ich den Hund übernehmen.

 

ABER: Peggy war leider nicht mit unserer Hündin Luna und Katze Emmy zu vergesellschaften. Zweimal mußte sich Luna der bezwingenden Kraft von Peggy geschlagen geben (vorsorglich war immer einer von uns dabei, sodaß Verletzungen vermieden werden konnten) und die gute Emmy bewegte sich nur noch von Möbelstück zu Möbelstück springend durch die Wohnung.

 

Wir haben nach einer Möglichkeit für Peggy gesucht - leider aber keine gefunden. Und so mußte sie wieder ins Tierheim Berlin zurück.

 

Manchmal jedoch gibt es noch glückliche Wendungen. Das Tierheim Gelnhausen übernahm die Schnecke und dort führt sie nun ein glückliches Leben in einer herrlichen Umgebung. Sie muß nicht in einem Zwinger sitzen, sondern kann sich frei bewegen. Damit es Peggy an nichts fehlt, haben Mama und ich die Patenschaft für sie übernommen - so werden wir wenigstens regelmäßig über ihr Befinden informiert.

 

Auch wenn wir Peggy kein endgültiges Zuhause bieten konnten, werden wir uns immer in Liebe an sie erinnern.

Freitag, 06.07.2012

 

Peggy ist über die Regenbogenbrücke gegangen.


Auf der Homepage des Tierheimes Gelnhausen wurde der Tod von Peggy (da wurde sie Steffi genannt) angezeigt.

 

Ich habe dort sofort angerufen und mußte mir bestätigen lassen, daß die Schnecke gestern abend von ihren Schmerzen erlöst worden war. Peggy (denn in unseren Herzen heisst sie weiter so) hatte schon immer ein großes Problem mit den Hinterläufen. Bereits damals bei uns konnte sie keine langen Touren mitmachen und kurze, gemütlich Gassi-Runden waren ihr mehr als genug. Mit den Jahren hatte sich dieses Problem verstärkt. Und die Süße war ja nun auch kein wirkliches Leichtgewicht. Wenig Bewegung und ein herzhafter Appetit sind eine fatale Kombination für einen gelenkkranken Hund.

 

Aber Peggy war glücklich mit ihrem Leben in Gelnhausen. Dies wurde mir von verschiedenen Seiten berichtet. Sie wurde geliebt und beknuffelt - sie war der Schatten der Tierheimmitarbeiter. Und was Peggy wahrscheinlich noch wichtiger war: SIE durfte Liebe geben.

 

Meine Große - in Gedanken drücken Mama und ich Dich ganz fest!  Wir vergessen Dich NIE!!!

© Tierheim Gelnhausen
Meine Rübennasen [-cartcount]